Netzwerk Recht & Open Research

Über das Netzwerk

Das Netzwerk Recht und Open Research ist ein Vorhaben der Kompetenz- und Vernetzungsplattform open-access.network (finanziert durch das BMFTR) in Kooperation mit dem Legal Helpdesk Berlin (finanziert durch die VolkswagenStiftung). Beide sind als Drittmittelprojekte u.a. am Open Research Office Berlin angesiedelt. Das Netzwerk soll den Austausch und die Vernetzung zu konkreten rechtlichen Fragen genauso wie zur strategischen rechtspolitischen Interessenvertretung in Sachen Open Research beförden. Ein erster Schritt hierfür ist ein Emailverteiler "recht-offen" (siehe unten). Weitere Maßnahmen sind in Planung, darunter regelmäßige Treffen, Veranstaltungen (vor Ort wie online) und Positionspapiere.

Hintergründe und Entstehungsimpulse

Ausschlaggebend für die Gründung ist unsere Beobachtung, dass es zahlreiche Rechtsfragen und -unsicherheiten rund um den Komplex Open Research (offenes Publizieren, offene Daten, OER, offene Infrastrukturen, Open Source etc.) gibt, die Forschung, Lehre, Infrastruktur-Einrichtungen, Verwaltung und andere Kreise beschäftigen. Vor allem das Immaterialgüterrecht, insbesondere das Urheberrecht, und das Datenschutzrecht (DSGVO), aber auch Arbeitsrecht, KI-Verordnung (AI Act), Digital Services Act (DSA, hier insb. der Forschungsdatenzugang), Haushaltsrecht, Informationsfreiheitsgesetz (IFG) und weitere Rechtsgebiete spielen regelmäßig eine Rolle.

Im Netzwerk sollen sich die hiesigen Legal Helpdesks, Beratungs- und Rechtsinformationsstellen sowie Rechtsämter und Justiziariate von Wissenschafts- und Kulturerbe-Einrichtungen mit einschlägigen juristischen Initiativen, Forschungsprojekten und interessierten Einzelpersonen verbinden. Elementar ist dabei der interdisziplinäre Gedanke zwischen Open-Access-Community, Recht, Wissenschaft und Kultur. Unserer Auffassung nach ist insbesondere die Brücke zwischen juristischen und praktischen Akteur*innen entscheidend, damit beide Seiten die jeweils andere besser verstehen, sich intern weiterentwickeln und Open Research gemeinsam rechtssicher voranbringen können.

Wir erwarten, dass die Fragen in diesen Rechtsbereichen – unter anderem aufgrund technischer Entwicklungen – weiter zunehmen, an Komplexität gewinnen und sich stärker miteinander verknüpfen werden. Das hat Auswirkungen für die konkrete Forschungspraxis wie auch für die strategische Weiterentwicklung der hiesigen Forschungslandschaft: Rechtsunsicherheiten führen zu Risikoscheue, Unternutzung von Inhalten, Ausweichhandlungen und juristisch fragwürdigen Bewältigungsstrategien in der Praxis, welche in Summe das Potential offener Forschung in erheblichem Maße hemmen.

Schwerpunkte des Netzwerks

Ziel des Netzwerks ist es, Potentiale und Synergien an der Schnittstelle von Recht und Open Research auszuschöpfen. Dafür sind zwei inhaltliche Schwerpunkte maßgeblich:

  1. Der Austausch zu konkreten juristischen Fragen, Herausforderungen und Lösungswegen in der Open-Research-Praxis und die Kommunikation von best practices, Materialien und aktueller rechtlicher Entwicklungen.
  2. Die strategische Aufstellung in rechtspolitischen Belangen, um zu einem Open-Research-freundlich(er)en Recht zu gelangen. Der institutionalisierte Austausch liefert die Grundlage dafür, gemeinsame rechtspolitische Ziele zu besprechen, im Idealfall in aktuelle juristische Vorhaben einzubetten und Positionspapiere oder Stellungnahmen koordiniert auf den Weg zu bringen.

Der Emailverteiler „recht-offen“

Sie können sich ab sofort unter dem Punkt „Abonnieren von recht-offen“ eintragen: https://lists.fu-berlin.de/listinfo/recht-offen (mit Ihrer persönlichen Emailadresse und/oder der Funktionsadresse ihrer Einrichtung).

Erwünscht sind beispielsweise allgemeine Anfragen, Diskussionswünsche und Aufrufe zur Beteiligung (CfPs und ähnliches), Hinweise auf einschlägige Veranstaltungen, Materialien und rechtliche Entwicklungen sowie natürlich Vernetzung zu strategischen und rechtspolitischen Herausforderungen.

Angesprochen sind Mitarbeiter*innen von Legal Helpdesks, Rechtsinfomations- und Beratungsstellen, Rechtsämtern und Justiziariaten, Forschungsprojekten und Infrastruktur-Einrichtungen aus Wissenschaft und Kultur, einschlägigen ziviligesellschaftlichen Initiativen sowie natürlich interessierte Einzelpersonen. Ziel ist es, die Vernetzung an der Schnittstelle von offener Forschung und Recht institutionell besser zu verankern. 

Wir freuen uns, wenn Sie sich auf den Verteiler eintragen und einbringen möchten. Leiten Sie diesen Aufruf gerne an geeignete Kolleg*innen oder Initiativen weiter.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich: Open Research Office Berlin

Ansprechpersonen: Lorenz Weinberg (open-access.network) und Georg Fischer (Legal Helpdesk Berlin)

Rückfragen gerne an die Funktionsadresse des Open Research Office Berlin: team@open-research-berlin.de 

Weitere Informationen zu Rechtsfragen bei Open Access finden sich hier.

Zuletzt bearbeitet am